Zeitung Heute : Kammergericht kritisiert Zustände an Grundschulen

Berlin - Das Kammergericht Berlin hat die Zustände an den Berliner Grundschulen scharf kritisiert. In einem bislang unveröffentlichten Urteil, das dem Tagesspiegel vorliegt, schreiben die Richter, es sei bekannt, „dass gerade die Grundschulen aufgrund des in Berlin bestehenden Personalmangels ihren Ausbildungspflichten nicht mehr in ausreichendem Maße nachkommen“. Stattdessen würden die Lehrer von den Eltern zunehmend Nacharbeit mit den Kindern fordern, „weil der Schulstoff nicht mehr angemessen vermittelt werden kann“. Das führte im konkreten Fall dazu, dass die Richter einer Mutter Unterhalt für die Betreuung ihres achtjährigen Sohnes zusprachen – mit Verweis auf das Kindeswohl. Die zusätzliche Hausarbeit mit dem Kind sei mit einer Vollzeitbeschäftigung kaum zu vereinbaren. Der Sprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Jens Stiller, sowie Politiker der rot-roten Regierungskoalition wiesen die Kritik zurück. Berlin sei bei den Grundschulen gut ausgestattet. hej

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