Zeitung Heute : Kampf gegen Terror: Bomben auf Kabul

Susanna Nieder

Am letzten Sonntag begannen die Amerikaner, Raketen nach Afghanistan zu schießen. Seither hört man überall: Wir haben Krieg. Aber was bedeutet das eigentlich?

In Deutschland war zum letzten Mal vor 60 Jahren Krieg. Eure Großeltern werden sich daran erinnern, wie die Bomben fielen und das Land nach und nach in Trümmer legten. Wir Deutsche hatten den Krieg selbst angefangen. Besiegt haben uns Russen, Briten, Franzosen und Amerikaner. Mittlerweile sind sie unsere Freunde geworden, und wir haben das große Glück, miteinander im Frieden zu leben.

Ihr müsst keine Angst haben, dass jetzt bei uns ein Krieg kommt wie damals. In allen Kriegen bisher kämpften ganze Länder gegeneinander. Das ist diesmal anders. Die Amerikaner und ihre Freunde - vor allem die Briten, aber auch Kanada, Australien, Frankreich und wir Deutsche - kämpfen diesmal nicht gegen ein Land, sondern gegen bestimmte Verbrecher. Vor allem suchen sie Osama bin Laden. Er ist wahrscheinlich schuld an den Terroranschlägen in New York und Washington, bei denen vor einem Monat viele Menschen starben. Er soll sich in Afghanistan versteckt halten. Ganz sicher hat er dort Terroristen ausgebildet. Die Amerikaner wollen diese Leute erwischen, damit es keine Terroranschläge mehr gibt. Den Menschen in Afghanistan soll dabei kein Schaden zugefügt werden. Aber das ist fast unmöglich. Es sind schon Unschuldige gestorben. Viele sind auf der Flucht, besonders aus der Hauptstadt Kabul. Sie müssen dringend Nahrung bekommen. Darum wollen sich die Amerikaner kümmern. Denn dieser Krieg, sagen sie, wird nicht gegen das afghanische Volk geführt. Wir können nur hoffen, dass das klappt.

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