Zeitung Heute : Kannenpflanze oder bizarrer Kaktus

Grün, das den Nachwuchs neugierig macht

So vielfältig wie ein Garten ist die kindgerechte Pflanzenauswahl für die Fensterbank nicht. Dennoch gibt es einiges, was den Nachwuchs neugierig macht.

Besonders spannend für Heranwachsende sind die fleischfressenden Pflanzen wie Kannenpflanze oder Venusfliegenfalle, erläutert der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. Wer ihnen verfallen ist, überwindet oftmals sogar seine Leseunlust, greift zu einem Ratgeber, um zu erfahren, wie die eigentümlichen Pflanzen eigentlich richtig gepflegt werden müssen.

Eine ähnliche Faszination geht von Kakteen aus – je bizarrer desto lieber. Kleinere Kinder verführen „Mutter- und Kind-Pflanzen“ zur Beschäftigung mit dem Grün. Die Tolmiea menziesii ist eine davon.

„Henne und Küken“, wie sie liebevoll genannt wird, besitzt dort Brutknospen, wo der Stiel in die weichen, an eine Zimmerlinde erinnernden Blätter mündet. Aus ihnen erwachsen Miniaturausgaben, die auf dem Blatt hocken wie ein Küken auf dem Rücken der Henne. Sind sie groß genug, fallen sie herab und wachsen im Topf der Mutter oder im eigenen Topf weiter.

Die Saxifraga stolonifera lässt ihre vielen kleinen „Kinder“ an dünnen Fäden herabbaumeln, die dann selbst Fädchen entwickeln, an denen wieder Pflänzchen baumeln. Schon die ganz Kleinen zeigen das Aussehen der Großen: grüne Blattmitte und ein weißer Rand, der rot überhaucht ist. Ein ähnliches Spiel treibt die Grünlilie mit ihren Tochterpflänzchen an bogenförmigen Trieben. dpa/Tsp

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