Zeitung Heute : KapHag-Fonds 41: Wie Experten den Verkaufspreis der Immobilie an der Hasenheide einschätzen

Sowohl der öffentlich bestellte Gutachter Ulrich Springer als auch Jörg Nehls, Mitglied der Geschäftsleitung vom Makler Colliers Müller International halten den Preis für die Fondsimmobilie der KapHag für hoch. Der Fonds gab für die Immobilie das 18-fache des erhofften Jahresmietertrages aus: Zeichner und Bank gaben rund 129 Mill. DM; das entspricht 18 mal den erhofften Jahresmieteinnahmen für die Büros (37,50 DM mal 14 500 Qm), für Sockelfläche (522 Qm vermietet für 13,50 DM) und für Stellplätze (325 Stück vermietet für 138 Mark). Doch Nehls zufolge waren und sind Investoren in Neukölln nur bereit "das 16,5-fache zu zahlen". Für Gutachter Springer liegt der Immobilienwert beim 16-fachen: "Bei einem Mietvertrag von nur fünf Jahren auf keinen Fall mehr." Zu hoch ist dem Gutachter zufolge auch der Baupreis der Büroimmobilie: rund 7000 Mark pro Quadratmeter. 1992 hätten Bauherren rund 3000 Mark pro Quadratmeter Bürohaus bezahlt; heute seien es nur noch 2500 Mark. Dagegen halten die Experten die von der KapHag erhofften Mieterträge damals für angemessen. Der Marktreport von Colliers Müller aus 1993 - er legt unterzeichnete Mietverträge zugrunde - beziffert die Spitzenmiete in Neukölln mit 37 Mark.

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