Zeitung Heute : Kapitulation der Polizei

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Betrifft: „Innensenator setzt auf weiche Linie“ vom 30. April 2002

Die Aussage des Chefs der Berliner Schutzpolizei, Gernot Piestert, „vielleicht laufen wir auch einmal an einem brennenden Auto vorbei“, kann er doch nicht im Ernst gemeint haben, oder? Als pensionierter Polizeibeamter und langjähriger Angehöriger des Diskussionskommandos der endsechziger Jahre, weiß ich mit Sicherheit, was Deeskalation bedeutet. Piesterts Halbsatz hat aber weder etwas mit Zurückhaltung noch mit Augenmaß zu tun. Er ist schlicht eine Kapitulation, wobei ich die strafrechtliche Würdigung einmal außen vor lasse. So bleibt mir nur, die heutige Generation meiner Kollegen von Herzen zu bedauern.

Heinz Uth, Berlin-Steglitz

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