Zeitung Heute : KARRIERE-TELEFON

ROLAND KOCH

"Einen geregelten Feierabend um 17 Uhr wird man in unserer Branche wohl kaum haben", sagt Alexander Münich, Geschäftsführer der Werbeagentur Litwin, Münich & Partner."Und wer in der Werbung einen Job will, muß aktiv werden, hier läuft einem keiner hinterher." Die Werbebranche ist ein kleiner und gefragter Arbeitsmarkt."Im letzten Jahr hatten wir 340 Bewerbungen allein für Ausbildungsplätze", erzählt der Werbeprofi.Zwar herrscht in diesem kreativen Berufsfeld eine hohe Fluktuation, dadurch werden aber selten neue Stellen geschaffen."Wer sich da durchsetzen will, muß Talent und Durchhaltevermögen mitbringen." Am vergangenen Montag gab er am Karriere-Telefon des Tagesspiegels Tips für den Einstieg in diesen Beruf.

Berlin wird neben Werbehochburgen wie Hamburg oder Düsseldorf zunehmend Sitz großer, renommierter Werbeagenturen, die darauf setzen, daß sich Berlin auch zur kreativen Hauptstadt entwickelt."Allerdings werden fast ausschließlich Spezialisten gesucht, die über eine fundierte Ausbildung verfügen", sagt Alexander Münich."Wichtig ist es deshalb, zur Orientierung Praktika in Werbeagenturen zu absolvieren und sich um eine möglichst gute Ausbildung, etwa an der HdK (Hochschule der Künste) zu kümmern."

Denen, die ausschließlich aufgrund ihres Talents versuchen, den Einstieg zu schaffen, räumt der gelernte Werbetexter wenig Chancen ein.Ebenso schwer haben es Quereinsteiger, die nicht schon einschlägige Branchenerfahrung mitbringen.Denn diese Bewerber konkurrieren mit den zahlreichen anderen, die neben einer entsprechenden Ausbildung in der Regel auch Berufserfahrung mitbringen."Deshalb ist es enorm wichtig, sich rechtzeitig um seinen Weg in die Branche zu kümmern - und je höher die Qualifikation ist, desto eher wird auch der Einstieg zu schaffen sein."

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar