Zeitung Heute : Kein leichter Stand

Die BSE-Krise ist überwunden. Doch Fleischer leiden unter dem schwachem Konsumklima

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Das deutsche Fleischerhandwerk hat die Krise aus der Rinderseuche BSE im Jahr 2001 und 2002 überwunden, sieht sich aber nun wieder einem erheblichen Preisdruck ausgesetzt.

Unter dem Eindruck der BSEFälle hatten sich viele Kunden von den Billigangeboten der Supermärkte abgewandt. Fleischer, die auf regionale Partner bauten und die Herkunft ihresRindfleisches zertifizierten, waren im Vorteil. Doch nun hat die allgemeine wirtschaftliche Schieflage die Erinnerungen an BSE verwischt. „Das schwache Konsumklima, die verstärkte Orientierung auf den Preis und der Trend zum Discount haben das wirtschaftliche Umfeld der traditionellen Bedienungstheken im Einzelhandel und im Fleischerhandwerk verschärft“, vermerkt der Jahresbericht 2004 des Fleischerhandwerks. Schweinefleisch wurde um sechs Prozent weniger nachgefragt. Geflügel und Rindfleisch legten etwas zu.

Bundesweit gibt es fast 30 000 Verkaufsstellen für Fleisch und Wurst. Davon sind rund 18 000 Fleischer-Fachgeschäfte im traditionellen Sinn. Eine eigene Produktion haben 11 000 Fachgeschäfte. In Berlin sind 107 Fleischereien registriert. Bundesweit setzten die Fleischer 2004 rund 7,5 Milliarden Euro um. HS

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