Zeitung Heute : Keine Angst – Deutschland altert

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Der Liedermacher Reinhard Mey über Schätze, die in älteren Menschen schlummern. Die Bischöfin Margot Kässmann über die grassierende Bindungsangst in Deutschland. Der Schriftsteller Thomas Brussig über unerfüllte Kinderwünsche. Und Emel Algan über Frauen, die man davor schützen muss, sich selbst aufzugeben. Emel Algan? Der Tagesspiegel hat Menschen gesucht, bekannte und weniger bekannte, die sich Gedanken gemacht haben über diese Gesellschaft, die nur langsam registriert, was es heißt, dass die Jungen weniger und die Alten mehr werden. Auf diese Weise sind 29 höchst subjektive Einschätzungen entstanden – Berichte zur gefühlten Lage der Nation. Wenig Alarmismus, und doch gibt es Sorgen, dass es so nicht mehr lange wird weitergehen können. Und noch eine Beobachtung zieht sich durch viele Texte: Mit dem eigenen Alter wird nicht gehadert, jünger fühlt man sich sowieso. Kinder spielen eine große Rolle – natürlich, gäbe es genug, dann gäbe es diese Sonderausgabe nicht. Cornelia Hübsch aus Luckenwalde etwa hat fünf. Sie weiß, wie anstrengend das ist, aber für niemanden sonst würde sie sich auch so anstrengen wollen. Und Emel Algan? Sie, die Türkin, hat kennen gelernt, was es heißt, als Frau Gebärfähigkeit beweisen zu müssen. Sechs Kinder hat sie; zwei, sagt Algan, hätten gereicht, um die hätte sie sich dann ordentlich kümmern können.

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