Zeitung Heute : Keine Atempause …

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Keine Atempause … Geschichte wird gemacht … Fünf Jahre nach seinem preisgekrönten Film „Das Leben ist eine Baustelle“ präsentiert Wolfgang Becker mit GOOD BYE, LENIN! eine im wahrsten Sinne des Wortes deutsche Komödie, wie man sie noch nie gesehen hat. Gleichzeitig rasend komisch, hinreißend grotesk und unendlich bewegend, erzählt Wolfgang Becker auf ebenso eigenwillige wie unwiderstehliche Art eine andere Geschichte der gesamtdeutschen Historie – und lässt dabei nicht nur eine Nation, sondern vor allem eine Ostberliner Familie zusammenwachsen. In den Hauptrollen die jeweils mit einem Deutschen Filmpreis ausgezeichneten Darsteller Daniel Brühl „Das weiße Rauschen“, „Schule“) und Katrin Saß „Heidi M.“), die von Chulpan Khamatova, Newcomerin Maria Simon, Alexander Beyer und Florian Luka optimal unterstützt werden.

Geschichte wird gemacht. Nur für den 21-jährigen Alex (Daniel Brühl) geht nichts voran. Kurz vor dem Fall der Mauer fällt seine Mutter (Katrin Saß), eine selbstbewusste Bürgerin der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma – und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie wie durch ein Wunder nach acht Monaten die Augen wieder aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land. Sie hat nicht miterlebt, wie West-Autos und Fast-Food-Ketten den Osten überrollen, wie Coca Cola Jahrzehnte des Sozialismus einfach wegspült, wie man hastig zusammen wachsen lässt, was zusammen gehört. Erfahren darf sie von alledem nichts: Zu angeschlagen ist ihr schwaches Herz, als dass sie die Aufregung überstehen könnte. Alex ist keine Atempause gegönnt. Um seine Mutter zu retten, muss er nun auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen lassen. Schnell stellt er fest, dass sich dieser Plan schwieriger umsetzen lässt als erwartet. Alex’ wesentlich pragmatischere Schwester Ariane, mittlerweile selbst alleinerziehende Mutter, kritisiert von Anfang an seine aussichtslose Inszenierung der DDR auf 79 Quadratmeter Plattenbauwohnug. Aus Liebe zur Mutter spielt sie jedoch mit. Aber was tun, wenn die Situation durch die überraschend schnelle Genesung der Mutter schwieriger wird? Wenn es ihre geliebten Spreewald-Gurken und andere Alltagsprodukte aus der DDR einfach nicht mehr zu kaufen gibt? Wenn sie plötzlich die Nachrichtensendung „Aktuelle Kamera" sehen will? Kinostart ist der 13. Februar.

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