Zeitung Heute : Keine Eigenheimzulage während der Renovierung eines Hauses

DPF

Eine Eigenheimzulage erhält nur derjenige, der in seiner Wohnung auch tatsächlich wohnt. Ein provisorischer Einzug in eine Immobilie, die noch renoviert wird, reicht als Voraussetzung für die Förderung nicht aus. Darauf weist die Landesbausparkasse (LBS) Hessen-Thüringen in Erfurt unter Berufung auf ein Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) in München hin (Az.: IX B 38 / 99).

Im verhandelten Fall hatte der Kläger ein Einfamilienhaus erworben und am 15. Dezember 1997 in Besitz genommen. Unmittelbar danach begann der neue Hausherr mit Renovierungsmaßnahmen. Nach seinen Angaben übernachtete er bereits während der Weihnachtsfeiertage und bis zum Jahreswechsel in den teilweise renovierten Schlafräumen. Damit habe er die Wohnung noch 1997 zu "eigenen Wohnzwecken" genutzt. Der Kläger forderte deshalb die Zahlung der Eigenheimzulage. Die Richter des BFH lehnten in Anlehnung an die bisherige Rechtsprechung einen Anspruch darauf für 1997 jedoch ab, so die LBS. Renovierungsarbeiten erfüllten nicht den Begriff der "Nutzung zu Wohnzwecken", auch wenn der Eigentümer bei dieser Gelegenheit in der Wohnung behelfsmäßig übernachte.

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