Zeitung Heute : Keine Hinterbänkler mehr

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Im Jahr 1984 hat Renault sie in Europa erstmals auf ihre vier Räder gestellt - die klassische Großraumlimousine. Zeitgleich übrigens mit Chrysler in den USA. So wurde diese Fahrzeugklasse mit dem Renault Espace und dem Chrysler Voyager gleich zwei Mal erfunden. Sie war eine längst fällige Antwort auf die bis dahin verfügbaren Kleinbusse, die von Nutzfahrzeugen abgeleitet waren. Zwar boten sie eine Menge Platz. Aber erkauft wurde der viele Raum mit erheblichen Kompromissen bei Fahreigenschaften und Fahrkomfort.

Die Minivans lösten dieses Problem. Denn ihr Raumangebot war ebenso großzügig wie bei den Kleinbussen. Doch bei den Fahreigenschaften erschlossen sich ganz neue Welten. Denn die entsprachen erstmals komfortablen Personenwagen. Ein Konzept, das sich überraschend schnell durchsetzte. Und konsequent hat Renault als Minivan-Erfinder es weiter entwickelt. Denn neben die großen und damit auch relativ teuren Klassiker traten bald schon kompaktere und preiswertere Minivan-Versionen, wie zum Beispiel der Mégane Scénic.

Doch wie kann es weiter gehen - vor allem bei den großen Minivans. Inzwischen sind knapp zwei Jahrzehnte ins Land gegangen und Minivans in allen Größen haben die Automobilwelt grundlegend verändert. Da genügte es nicht, bei der Erneuerung des Espace nur eine weitere Generation nach bewährtem Konzept zu entwickeln. So machte man einen weiteren Schritt voran, kombinierte den klassischen Minivan mit einer Limousine der gehobenen Klasse.

Das schafft ganz neue Schwerpunkte. Einer ist der innenraum, der eine zentrale Bedeutung bekommt. Das gilt insbesondere für den Komfort, den er jedem einzelnen Passagier bietet. Wie das praktisch aussieht, zeigt der in Genf erstmals gezeigte Espace Concept - ein Konzeptauto dem Namen nach, das aber der so gut wie serienreife neue Espace ist. Ein Auto, in dem man auch hinten so komfortabel wie in der ersten Reihe sitzt. Es gibt also keine Hinterbänkler mehr, denn auf allen Plätzen gibt es bequeme Einzelsitze, die nach klassischem Renault-Konzept auf Führungsschienen laufen und damit in jede gewünschte Position gebracht werden können. Und jeder Mitreisende hat sein eigenes Staufach und sein individuelles aber komplettes Sicherheitssystem. Und mehr noch - er hat auch seinen ganz individuellen Klimakomfort. Denn wie im Flugzeug, so gibt es für jeden Sitz eigene Luftausströmer, kann man in Verbindung mit individuellen Wahltasten sein ganz spezifisches Klima bestimmen.

Hell, freundlich und behaglich wirkt der Innenraum mit seinen klaren Linien, dem mittig platzierten Informationsdisplay und den unaufdringlichen High-Tech-Elementen, zeigt in den eingesetzten Materialien und deren Verarbeitung viele Anklänge an modernes Möbeldesign und bietet oben das derzeit wohl größte Schiebedach. Ebenso groß geschrieben wie der Innenraumkomfort wird das Fahrvergnügen. Wichtige technische Voraussetzungen dafür bietet das Motorenprogramm mit drei Benzinern bis hin zum 3,5-Liter-V6- mit 170 kW (231 PS) und drei Dieseln bis hin zum 3,0-l-V6-Common-Rail von Isuzu mit 130 kW (177 PS). Ein modernes Auto im neuen Renault-Design, das mit seinen 19-Zoll-Rädern kraftvoll und dynamisch wirkt und in zwei Längen mit 4,59 und 4,79 m im Herbst auf dem französischen und im Frühjahr 2003 auf dem deutschen Markt eingeführt wird.

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