Zeitung Heute : Keine „taz“-Gags für Gottschalk – „Bild“ hilft

Der Tagesspiegel

Die linken Intellektuellen in Deutschland haben offenbar keine Lösung für Thomas Gottschalks Humor-Problem. Am Mittwoch und Donnerstag rief die Berliner „tageszeitung“ ihre Leser auf, sich Gags für Gottschalk auszudenken. Der Aufruf stieß auf ein, naja, verhaltenes Echo: Bei der „taz“-Medienredaktion war bis zum gestrigen Freitag kein einziger Gag eingegangen.

Doch die „Bild“-Zeitung zog am Freitag nach. Sie startete die Aktion „Gags für Gottschalk“. Mehrere hundert Mails und Faxe waren schon am Nachmittag eingegangen. Vor der heutigen „Wetten dass...?“-Show, sollen sie Gottschalk überreicht werden. Eine schwere Niederlage für die „taz“.

Der Kampf „taz“ (Auflage 62 600) gegen „Bild“ (4,3 Millionen) ist aber nicht nur ein Kampf um die Humor-Hoheit im Land, es ist auch ein Kampf des Groß-Kapitals gegen den schmalen Geldbeutel. „Bild“ versprach den Lesern für jeden Spruch, der bei „Wetten, dass . . .?“ genommen wird, 50 Euro Honorar. Die „taz“ verknüpfte ihre Aktion lediglich mit dem Hinweis „Bitte nur ernst gemeinte Vorschläge“. Die Leser nahmen es offenbar nicht ernst genug. hdi

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