Zeitung Heute : Keine Verletzungen trotz schneller Schnitte - ARD setzt in neuer Staffel auf Harmonie

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Auch zwei Jahre nach seinem Ausscheiden ist er in den Köpfen vieler Zuschauer noch immer präsent. Die "Praxis Bülowbogen" und Günter Pfitzmann gehören irgendwie zusammen. Ein wenig zu Unrecht, denn der "Neue" ist für die eingeschworenen Bülowbogen-Fans doch schon längst ein alter: Rainer Hunold gibt als Dr. Sommerfeld dem Nachfolger von Dr. Brockmann Gewicht - in jeder Hinsicht.

Heute und an den kommenden 20 Samstagen wird er jeweils um 18 Uhr 45 in der ARD seine Patienten behandeln, immer ruhig, immer souverän, mit einem gehörigen Schuss Humor und in der Regel mit Erfolg. Eben ein Arzt, dem nicht nur die Frauen vertrauen. Dass dabei manche Geschichte etwas schwülstig wird und die "Heile-Welt"-Atmosphäre öfter mal nervt, ist wohl dem Sendeplatz im Rahmen des werbewirksamen Vorabendprogrammes geschuldet.

Wie gehabt, sind auch in der neuen Staffel von "Dr. Sommerfeld - Neues vom Bülowbogen" die Patientengeschichten keine rein medizinischen Fälle. Immer spielen die familiären oder gesellschaftlichen Hintergründe eine Rolle, stets heilt Sommerfeld nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Jüngere Zuschauer versucht man mit schnelleren Schnitten und an die vermeintlichen Interessen der Jugendlichen angelegten Themen zu ködern. So startet die neue Staffel heute Abend mit der Episode "Coming-out", in der Mark Malzer sich nicht getraut, den Eltern seine Homosexualität zu gestehen. Hinzu kommt der Fall der türkischen Schülerin Sullemi, die von ihren Brüdern in ihr Geburtsland zurück verfrachtet werden soll, weil diese glauben, sie sei schwanger. Also - im Grunde nichts Neues vom Bülowbogen, das aber auf ausgesprochen unterhaltsame Weise.

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