Zeitung Heute : Kia: Facelift für den Carnival

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Bei Minivans hat man bei der zu Hyundai gehörenden koreanisachen Marke Kia überraschend viel Auswahl. Kleinster Van ist mit einer Länge von 4,43 Meter der fünfsitzige Kia Carens, der ein variables Stauvolumen zwischen 981 und 1700 Liter bietet, durch eine schwungvolle Linie gefällt und einen kräftigen 1,8-Liter mit einer Leistung von 81 kW (110 PS) unter der Haube hat. Der Preis für den Fünftürer liegt bei 15 590 Euro (30 491 DM). Eine Klasse größer ist der Kia Joyce, der 4,57 Meter lang ist und bis zu sieben Personen Platz bietet oder wahlweise einen Stauraum von bis zu 2000 Liter. Angetrieben wird die aktuelle Version des Joyce von einem neuen 2,0-Liter-Benziner mit 88 kW (120 PS). Der Vierventil-Vierzylinder ist wahlweise mit Fünfgang-Schaltgetriebe oder Viergang-Automatik verfügbar und erfüllt die Abgasnorm EU3. Die Preise beginnen bei 18 150 Euro (35 498 DM) für den 2.0 LS mit Schaltgetriebe.

Nummer drei unter den Kia Minivans und der größte Vertreter dieser Gattung ist der soeben erst gründlich überarbeitete Carnival, der als Carnival II im nächsten Monat antritt. Mit einer Länge von 4,93 Meter gehört er zu den klassischen großen Vans, in denen bis zu sieben Personen Platz finden. Während die Dimensionen des Carnival II unverändert blieben, hat Kia die Optik des 1,90 Meter breiten und 1,74 Meter hohen Familienvans in vielen Details verändert. So tritt der Carnival II mit einer dank größerer Stoßfänger und eines breiteren Grills kraftvoller und sportlich wirkenden Front an. Kraftvoll und dynamisch wirkt auch die Heckpartie, während die gestreckte Silhouette sich durch klare Linien, sanfte Rundungen und dezente Kanten auszeichnet.

Neu konfiguriert zeigt sich der Innenraum. Kia entschied sich für bequeme Einzelsitze sowohl vorn als auch in der zweiten Sitzreihe und drei Sitze in der dritten Reihe. Diese Bank ist symmetrisch geteilt und hat einzeln umklappbare Lehnen. Zudem lassen sich die hinteren Sitze auch komplett demontieren. Da sich auch die Sitze der zweiten Reihe ausbauen lassen, hat man beim Carnival II die Wahl zwischen einem Familienauto und einem Lastesel mit einem Strauraum von bis zu 3321 Liter. Bequemen Zugang zum Innen- beziehungsweise Laderaum des Kia erlauben neben der Heckklappe breite Schiebetüren hinten, so dass man mit diesem Auto auch enge Parklücken bedenkenlos nutzen kann.

Als Antrieb für den Carnival II stehen zwei kräftige Triebwerke zur Wahl - ein V6-Benziner und ein moderner Common-Rail-Turbodiesel. Beide Motoren sind Vierventiler. Der V6 hat einen Hubraum von 2,5 Liter und entwickelt eine Leistung von 110 kW (150 PS). Sein höchstes Drehmoment von 224 Nm stellt der mit zwei obenliegenden Nockenwellen ausgestatte V6 bei 4000/min bereit. Kombiniert mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe macht er den Carnival II bis zu 175 km/h schnell und verbraucht im Durchschnitt 10,9 l/100 km, wobei er sich mit bleifreiem Normalbenzin zufrieden gibt. Er erfüllt die Abgasnormen EU3 und D4. Kombiniert mit der Fünfgang-Automatik, lässt er den Carnival II 170 km/h erreichen und verbraucht 12,4 l/100 km. 168 km/h mit Schaltgetriebe und 167 km/h mit der Automatik erreicht der direkt einspritzende Turbodiesel. Der 2,9-Liter-Vierzylinder mit Ladeluftkühler leistet 106 kW (144 PS) und liefert bereits bei 2000/min sein höchstes Drehmoment von 310 Nm. Die Verbrauchswerte liegen bei 8,8 l/100 km mit Schaltgetriebe und 8,8 l/100 km mit Automatik.

Kia bietet den Carnival in der bereits sehr umfangreich ausgestatteten LX-Version mit Klimaanlage, Metallic-Lack, Dachreling, Zentralverriegelung, elektrischen Fensterhebern vorn, höhenverstellbarem Lenkrad, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln und einem ABS für 21 820 Euro (42 676 DM) als Benziner und für 22 850 Euro (44 690 DM) als Diesel in der LX-Ausstattung an. In der luxuriösen EX-Ausstattung mit Regensensor, Lichteinschaltautomatik, elektrischen Seitenfenstern und elektrisch verstellbarem Fahrersitz muss man 22 940 Euro (44 867 DM) und 23 970 Euro (46 881 DM) zahlen.

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