Zeitung Heute : Kickende Roboter

Im letzten Jahr schieden die Fußballroboter des Forschungszentrums Informationstechnik (GMD) schon in der Vorrunde der Weltmeisterschaft aus.Jetzt bereiten sich die Forscher des GMD-Instituts für autonome intelligente Systeme (set.gmd.de/) auf den nächsten Robocup (www.robocup.org) vor, der am 27.Juli in Stockholm beginnt.Die Entwicklung der Fußballroboter soll neue Erkenntnisse zur Verbindung von Künstlicher Intelligenz und Systemdesign erbringen, wie GMD-Wissenschaftler Jörg Wilberg auf einem Symposium des Instituts für Neue Medien (INM) in Frankfurt am Main erklärte."Im Moment kann die noch jede F-Jugend-Mannschaft schlagen", sagt Wilberg kritisch über seine Geschöpfe."Bis zum echten Mannschaftsspiel dauert es noch ein bis zwei Jahre." Auf dem Weg zur WM in Stockholm sollen die drahtigen Kerls aber schon wichtige Fortschritte erzielen: beim Sichterkennungsystem, in der Verhaltensorientierung und beim Tempo.In Paris, wo der Robocup im vergangenen Jahr parallel zur richtigen Fußballweltmeisterschaft stattfand, konnten die auf Rädern laufenden GMD-Spieler nur 20 bis 30 Zentimeter in der Sekunde zurücklegen.In Stockholm soll das GMD-Team schon einen Meter in der Sekunde schaffen; die höhere Geschwindigkeit soll zudem von einem geschmeidigeren Bewegungsablauf begleitet werden.Den Unterschied zu Industrierobotern markiert eine eigene Zielorientierung der Roboter, die das Reiz-Reaktions-Verhalten ergänzen soll.Sensoren erfassen die sich verändernde Umwelt auf dem Spielfeld.Eines der Forschungsziele besteht darin, daß der Roboter die Bewegung des Balls erahnen soll.

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