Zeitung Heute : Kinder-Handy

Als direkter Draht zu den Eltern, nicht für Dauergespräche

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Die Menschen, die mit dem Handy in der Hand herumlaufen und telefonieren, werden immer jünger. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich die Mobilfunkbranche auf diesen Markt einstellt. Neben leichteren Mobiltelefonen extra für Frauen, Wasserfreunde oder FotoFreaks tauchen immer mehr Kinder-Handys auf dem Markt auf, speziell auf deren Bedürfnisse eingestellt. Ein neues aus Asien kommendes Gerät hat nur drei Tasten: nämlich Ruf und Rufannahme, Ein- und Ausschalten sowie Nummernauswahl – kinderleicht zu bedienen also.

Der Tiger speichert nur fünf Telefonnummern. So können die Kinder immer schnell und direkt per einfachem Tastendruck die Eltern, Oma, Opa und ein bis zwei beste Freunde erreichen. Es besteht keine Gefahr, dass die immer jünger werdenden Handy- Benutzer in die teuren 0190er-Falle tappen, für die die Eltern dann meistens aufkommen müssen. Und nach zwei bis dreieinhalb Stunden Gesprächszeit geht dem Akku des kleinen Tigers die Kraft aus. Doch auch für an „Telefonitis“ krankende Jugendliche und Erwachsene könnte das „Hi-Phone“, so der Name des Geräts, eine Alternative sein. SMS ist ebenso unmöglich wie stundenlange Dauergespräche.

In erster Linie liegt die Zielgruppe für das neue Produkt bei Kindern – vor allem bei den Unter-Zehnjährigen. Um die junge Handygemeinde für das Tigertelefon zu begeistern, wirbt Deutschlands prominenteste „Kindergartentante“, Superstar-Teilnehmer Daniel Küblböck. Er soll die Deutschland- Werbung des neuen Mobiltelefons ankurbeln. In den Handel soll das 70-Gramm- Leichtgewicht im Juli kommen. Der Preis: etwa 85 Euro.Tsp

Im Internet:

www.semec.de

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