KINOKABARETT „Hader muss weg“ : Leben ist Pfusch

G a Bartels

Sieben Leben hat Josef Hader in seinem neuen Programm, das in Wien längst Kult ist, aber in Berlin jetzt erstmals zu sehen. Sieben Leben und einen Trenchcoat, wobei sich die Anzahl Leben gleich am Anfang rabiat dezimiert. „Hader muss weg“ ist Kabarett, dass Kino werden will, oder Kino, dass noch Kabarett ist. Allein und trotzdem zu vielen spielt der lakonisch-verschattete Österreicher Parallelgeschichten. Ganz normale Volldeppen verstricken sich an einer runtergerockten Vorstadttanke oder in einer Kaschemme in ihren Alltagswahnsinn. Schwarzhumorig, tragikomisch, Hadersch halt. Und scharf geschossen wird auch. Lebenspfusch, so weit das Auge reicht, aber mit Effekten aufgemöbelt und vor allem mit Josef Hader, dessen schief zur Welt stehende Gestalt schon Filme wie „Komm süßer Tod“ und „Silentium“ veredelte. Vom Kabarett ganz zu schweigen. Gunda Bartels

Admiralspalast, Mi-Sa 19.-22.3., Mi-So 3.-6.4., 20.30 Uhr, ab 16 € BB650

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