Zeitung Heute : Kirche berät über Militärseelsorge

Der Tagesspiegel

Berlin. Die Zukunft der Militärseelsorge ist Schwerpunktthema der Frühjahrstagung der Berlin-Brandenburgischen Synode am 26. und 27. April. Grund: Die spezielle Regelung für die ostdeutschen Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) läuft im Jahr 2003 aus. Die EKD strebt danach eine einheitliche Lösung für die Seelsorge in der Bundeswehr an. 1996 hatten nach mehrjährigen innerkirchlichen Debatten die EKD und der Bund die so genannte Rahmenvereinbarung über die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr in den neuen Ländern abgeschlossen. In den östlichen Kirchen hatte es zuvor starken Widerstand gegen eine Übernahme des bundesdeutschen Militärseelsorgevertrages von 1957 gegeben. Streit entzündete sich insbesondere am Status der in der Militärseelsorge tätigen Pfarrer, die nach EKD-Regelung Bundesbeamte auf Zeit sind. Die Ost-Kirchen setzten für ihren Bereich durch, dass die Soldatenseelsorger kirchliche Mitarbeiter bleiben müssen. Die EKD sucht jetzt nach einem Kompromiss, der eine Lösung ohne Änderung des Vertrags von 1957 ermöglicht.

Die 198 Synodalen, die knapp 1,3 Millionen evangelische Gläubige in der Region vertreten, feiern den Eröffnungsgottesdienst am 26. April in der Auferstehungskirche Berlin-Friedrichshain, die nach zweijährigem Umbau wiedereröffnet wurde. dpa

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