Zeitung Heute : Kirchererbsensalat

…und die Pfanne dazu

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Von Renzo Pasolini Für diesen Salat kaufen Sie Hühnerbrüste, am besten von Maishähnchen. Wenn es eine richtige Mahlzeit sein soll: eine pro Person; als Vorspeise reicht eine halbe. Dann braucht man noch Kichererbsen, ich würde sagen, gut 200 Gramm pro Nase.

Wenn man getrocknete Kichererbsen kauft, muss man die über Nacht in Wasser legen, abtropfen und in frischem Wasser kochen: Langsam auf mittlerer Flamme – aber ohne Salz, sonst bleiben sie hart. Es dauert ungefähr eine Stunde, bis die Kichererbsen weich sind. Wenn das jemandem zu lange dauert, nimmt er eben die vorgekochten aus dem Glas.

Die selbst gekochten Kichererbsen gießt man ab und lässt sie abkühlen. Dann hackt man eine Zwiebel, eine gelbe und eine rote Paprikaschote in kleine Würfel und vermischt alles mit den Kichererbsen. Hinzu kommen natürlich Olivenöl (siehe oben), ein bisschen Salz, Zitronensaft und Petersilie.

Dann brät man die Maishähnchenbrüste in der Pfanne an. Damit sie nicht zäh werden rate ich zu dieser Methode: Kurz braten, danach den Deckel auf die Pfanne setzen, den Herd abstellen und das Fleisch noch eineWeile ziehen lassen. So werden die Maishähnchen in jedem Fall saftig und zart. Dann ein bisschen abkühlen lassen, in Streifen schneiden.

Das lauwarme Fleisch vermische ich mit dem Salat und lassen ihn noch eine halbe Stunde ziehen – aber nicht in den Kühlschrank, draußen stehen lassen! Anschließend muss nur noch abgeschmeckt werden: mit Kräutern und Pfeffer.

Renzo Pasolini kocht im Bacco, in Charlottenburg.

Verzweiflung beim Hobbykoch! Er suchte vor Jahren eine Pfanne mit Deckel, die nicht aus Aluminium ist und nicht aus rostigem Eisen, die gut in der Hand liegt und nicht... Kurzum, der Hobbykoch suchte ein Wunder. In seiner Verzweiflung rief er in der Testküche einer großen Zeitschrift an, die sich um Essen & Trinken kümmert, und bat um Auskunft. Die Antwort hieß: Berndes. Da die Firma ein großes Sortiment hat: Gemeint ist eine anthrazitfarbene Pfanne mit Holzgriff (!), hohem Rand und einem Glasdeckel (damit der Koch sieht, was passiert). Nicht ganz billig, aber ein Universalwunder für Ragout, Gemüse usw. Gibt’s in vielen Kaufhäusern. not

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