Zeitung Heute : Kirgistan ruft nach Unruhen Reservisten an die Waffen

Bischkek - In Kirgistan haben die Unruhen im Süden des Landes trotz Ausgangssperre und der Teilmobilmachung der Armee am Sonntag angehalten. „Das Stadtzentrum ist in der Hand von Banditen“, berichtete ein Augenzeuge aus der zweitgrößten Stadt Osch, der früheren Hochburg des gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew. Angehörige der usbekischen Minderheit flohen vor der als „kriegsähnlich“ beschriebenen Gewalt an die Landesgrenze. Augenzeugen berichten von gezielten Angriffen auf Angehörige der usbekischen Minderheit in Osch. Um der Lage wieder Herr zu werden, erweitere die Übergangsregierung die Ausgangssperren im Süden und mobilisierte die Reservisten der Armee. Kurz zuvor hatte die Interimsregierung unter Rosa Otunbajewa bereits Soldaten und Polizisten per Dekret ermächtigt, ohne Vorwarnung zu schießen. Der „Einsatz tödlicher Waffen“ sei erlaubt, um Angriffe auf Polizei und Armee zu erwidern und die Regierung, Zivilisten und Privateigentum zu schützen, erklärte die Regierung. AFP

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