Zeitung Heute : Klaus Wagenbach, Verleger

WAS ICH MAG WAS ICH NICHT MAG

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WAS ICH MAG WAS ICH NICHT MAG

1. An Berlin:

Man kann immer losgehen, ohne dass man erwartet wird.

2. An Büchern:

Eselsohren. Und: Man kann sie mit ins Bett nehmen.

3. An Verlagsarbeit:

Das Handwerkliche und das Intellektuelle.

4. An Deutschland:

Die schöne Sprache, die schwierige Rechtschreibung, die anarchische Grammatik.

5. Am Kommunismus:

Seine Theorie.

6. An Anarchie:

Ihre heiteren freimütigen Vertreter.

7. An Italien:

Kunst, Küche, Keller, Land, Leute, Kompromissfähigkeit.

8. An Frauen:

Klugheit, Leidenschaft, Geschmack.

9. An Kindern:

Staunen, Schmusen, Trödeln.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

„Gewonnen kann durch Trübseligkeit nie etwas werden.“ (Fontane)

1. An Berlin:

Ruppigkeit, Muffkaiserei.

2. An Büchern:

Staub außen und innen.

3. An Verlagsarbeit:

Korrekturlesen.

4. An Deutschland:

Seine Rechthaber und Erbsenzähler; Jammerarien der Täter als Opfer.

5. Beim Lesen:

Terroristische Prosa ohne Absätze.

6. An Anarchie:

Ihre langweiligen, spießigen Verächter.

7. An Italien:

Unpünktlichkeit, Bürokratie.

8. An Frauen:

Wenn sie mich anschreien.

9. An Kindern:

Wenn sie fünf Mal dasselbe fragen und immer alles sofort wollen.

10. An meinem Leben:

Dass es ein Ende hat.

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