KLEINE BOTANIK : Der Weihnachtsstern – ein Schaf im Wolfsmilchgewand

Die Gattung Euphorbia gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist mit etwa 2000 Arten über die gesamte Erde verbreitet. Sie haben doldenartige Blütenstände (Cyathien) aus einer kron- und kelchblattlosen weiblichen und mehreren männlichen Einzelblüten. Das gilt auch für die Blüten des Weihnachtssternes, die im Zentrum stehen und kleine gelbgrüne Blütenstände bilden. Um Insekten für die Bestäubung anzulocken, sind sie von farbigen Hochblättern (Brakteen) umgeben, die bei der Wildart leuchtend rot gefärbt sind und eine besondere Wirkung hervorrufen.

Manche scheuen vor dem Kauf des Weihnachtssternes in der Annahme zurück, dass die Pflanze giftig sei. Tatsächlich enthalten die Pflanzenteile einen weißen Milchsaft, der bei den Wildformen das Gift Diterpenester enthält. In den Zuchtformen ist dieses Gift nicht mehr oder nur in sehr geringer Menge vorhanden. Wie vom Giftnotruf Berlin zu erfahren ist, wird die Giftigkeit als gering eingestuft. Bei Kleinkindern kann der Genuss von Pflanzenteilen zu Magen- und Darm-Beschwerden führen. Im Zweifel kann man sich an den Giftnotruf Berlin, Oranienburger Straße 285, Tel. 030/19420 wenden. Tassilo Wengel

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