Zeitung Heute : Knäcke-Omelett

Von Kurt Jäger

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Wenn man mal Lust hat auf was Kleines, ohne großes Kochen: Ein Omelett hat man immer schnell gemacht. Für zwei Personen verschlage ich vier Eier mit drei Esslöffeln Sahne und gebe noch ein paar eingelegte Pfefferkörner dazu, einfach so, unzerquetscht, sonst wird das Ganze zu scharf.

Wichtig ist die Pfanne beim Omelett: Am besten nimmt man eine beschichtete. Aber ein bisschen Butter benutze ich natürlich trotzdem zum Braten, wegen des Geschmacks. Also: die Butter warm werden lassen (aber nicht zu heiß), die Eier rein und eine halbe Minute anstocken lassen; das Omelett schiebe ich von der Stielseite der Pfanne aus ein bisschen an den Rand, dann läuft alles, was noch flüssig ist, automatisch nach. Jetzt wird das Omelett gewendet und dann: keinen Deckel auf die Pfanne drauf, da entsteht nur Dampf, da wird das Omelett ganz wässrig. Besser schiebt man es noch mal kurz in den Backofen oder unter den Grill. Ein Omelett sollte ja fester sein als ein Rührei.

Man kann es auch noch ein bisschen anreichern; mit frischen Tomaten zum Beispiel, die gibt man einfach für ein paar Sekunden in die Pfanne und dann kommt erst das Ei dazu. Oder man nimmt einen klein gewürfelten Apfel. Oder, was noch pfiffiger ist: Eine Scheibe Knäckebrot zerbröseln, ein würziges, mit Sesam zum Beispiel, und in die verschlagenen Eier geben. Das mache ich gern für Gäste.

Kurt Jäger befindet sich gerade auf kulinarischer Europareise

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