Zeitung Heute : Körting setzt auf Zurückhaltung

Der Tagesspiegel

Insgesamt 42 Veranstaltungen sind für den 30. April und den 1. Mai bisher angemeldet worden, darunter einige, von denen möglicherweise wieder Krawalle ausgehen. Wie die Polizeiführung im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses mitteilte, gebe es bisher „kein klares Lagebild. Wir wissen nicht, was sich am 1. Mai in Kreuzberg und Neukölln abspielen wird.“ Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte, die Polizei wolle zurückhaltend sein. Die Sicherheit der Bürger müsse jedoch gewährleistet sein.

Für den Sicherheitspolitiker der Grünen, Wolfgang Wieland, gibt es am 1. Mai „zwei neuralgische Punkte“: die Demonstration der NPD und die abendliche „Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration“. Diese soll am 1. Mai um 18 Uhr beginnen. In der Vergangenheit war es im Anschluss an diese Demonstration regelmäßig zu Krawallen gekommen. Im letzten Jahr war sie verboten worden, was die Gewalttätigkeiten im Anschluss an eine Ersatz-Demo aber nicht verhinderte.

Dieses Jahr soll die Demonstration unter anderem über die Fischerinsel, vorbei am Auswärtigen Amt und durch die Friedrichstraße führen – eine Route, mit der die Polizei nicht einverstanden ist. Denn besonders die „Glasmeile“ entlang der Friedrichstraße wird als gefährdet eingestuft. Man habe dem Veranstalter eine Alternativroute vorgeschlagen. Eine Antwort stehe noch aus.weso

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