Zeitung Heute : Kommunen befürchten Belastungen Nach Tarifabschluss im öffentlichen Dienst

Berlin - Der am frühen Samstagmorgen vereinbarte Tarifabschluss im öffentlichen Dienst bereitet vor allen Finanzpolitikern der Kommunen Sorgen. Zwar komme das Ergebnis den Erwartungen der Beschäftigten auf spürbar steigende Gehälter entgegen, teilte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, mit. „Allerdings gehen die mit dem Abschluss verbundenen erheblichen Belastungen für die Haushalte der Kommunen an die Grenze des Vertretbaren“.

Nach zwei größeren Warnstreikwellen und tagelangen Verhandlungen hatten sich die Gewerkschaften Verdi und dbb-Tarifunion des Beamtenbundes mit Vertretern des Bundes und der Kommunen auf eine Anhebung der Vergütung von insgesamt 6,3 Prozent in drei Stufen geeinigt. Die erste Anhebung um 3,5 Prozent erfolgt rückwirkend zum 1. März. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten. Die Gewerkschaften hatten auf einen Schlag 6,5 Prozent mehr Geld verlangt, mindestens aber 200 Euro pro Monat bei einjähriger Laufzeit. Sowohl Verdi-Chef Frank Bsirske als auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) begrüßten die Einigung. kph

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