Zeitung Heute : KOMÖDIE

Ein Tick anders

Das Tourette-Syndrom ist eine hinterlistige Fehlfunktion des Gehirns, die Mitmenschen verstört und Betroffene vereinsamen lässt. Aber Eva hat ihren Frieden mit der Krankheit geschlossen. Sie wohnt mit ihrer Familie auf dem Land, und die Verwandtschaft pflegt einen humorvollen Umgang mit den verbalen Tics. Als der arbeitslose Vater eine Stelle in Berlin bekommt, tut Eva alles, um den Umzug zu verhindern: Sie hat Angst davor, raus aus der vertrauten Umgebung zu müssen. Andi Rogenhagens „Ein Tick anders“ ist eine sympathische Komödie, die das Herz am rechten Fleck hat. Evas Familie ist von der einkaufssüchtigen Mutter bis zur patenten Oma mit schrägen Charakteren bevölkert, die die geistige Anomalie der Hauptfigur relativieren. Der Film funktioniert als leichte Kost für warme Sommerabende. Großes Kino ist das jedoch nicht. Warmherzig. Martin Schwickert

D 2011, 87 Min., R: Andi Rogenhagen, D: Jasna Fritzi Bauer, Waldemar Kobus, Victoria Trauttmansdorff

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar