Zeitung Heute : Konzentration auf Gesundheit

Forschungszentrum entwickelt langlebige Prothesen

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Die TU Berlin bündelt ihre Kapazitäten in der Gesundheitsforschung. Mehr als 20 Forschergruppen und Professuren wollen im 2004 gegründeten „Zentrum für innovative Gesundheitsforschung“ (ZiG) neue Technologien entwickeln.

Dazu gehören beispielsweise neuartige Endoskope oder langlebige Materialien für Prothesen. Erforscht werden auch elektronische Innovationen im Gesundheitswesen. Sie können dazu beitragen, Verwaltungsabläufe in Krankenhäusern und bei den Krankenkassen zu vereinfachen und zu rationalisieren. So waren TU-Forscher maßgeblich daran beteiligt, die Technik für die elektronische Gesundheitskarte zu entwerfen.

Weitere Schwerpunkte am ZiG sind die Finanzierung des Gesundheitssystems und der Aufbau einer florierenden Gesundheitswirtschaft in Deutschland. An dem Forschungszentrum beteiligen sich auch Architekten von modernen Krankenhausbauten, Prüfstellen für Hilfsmittel und Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Sie analysieren den Weltmarkt für medizintechnische Produkte und werten sozioökonomische Daten aus, die Rückschlüsse über den Zusammenhang von Armut, Arbeitslosigkeit und Krankheit ermöglichen.

Ein wichtiges Thema ist die Genderforschung im Gesundheitswesen. Denn ein modernes System zu Prävention und medizinischer Versorgung der Bevölkerung muss den geschlechtsspezifischen Bedürfnissen von Frauen und Männern gerecht werden. TU-Wissenschaftler erforschen auch aktuelle Trends unter Kindern und Jugendlichen, beispielsweise zunehmender Tabak-, Alkohol- oder Drogenkonsum.

Um die Forscher in ihren zukunftsträchtigen Ansätzen zu unterstützen, hat die Universität die neue Ausgabe ihres Wissenschaftsmagazins „Forschung aktuell“ dem Thema Gesundheitsforschung gewidmet. In dem Heft stellen sich die Forschergruppen mit ihren Projekten vor. Die Publikation richtet sich an Branchenkenner, Wissenschaftler, Ingenieure und Politiker. Auch interessierte Laien werden über die Forschungen informiert.

Außerdem werden Ausgründungen aus der TU in dieser Branche sowie die unternehmerischen Aktivitäten von Absolventen vorgestellt. Schon heute schaffen aus der TU hervorgegangene Firmen zahlreiche Arbeitsplätze in der Region. Absolventen der Universität sind in führenden Positionen großer Unternehmen tätig. HS

Die Beiträge des Magazins gibt es unter: www.tu-berlin.de/forschung-aktuell. Die gedruckte Ausgabe kann man in der TU-Pressestelle ordern (Telefon: 31422919 oder E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de).

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