Zeitung Heute : Konzept gesucht - Projekt für fünf Jahre finanziell gesichert

ddp

Der Weg zur Gründung der Deutschen Mediathek im Filmhaus am Potsdamer Platz in Berlin ist frei. Nach schwierigen Verhandlungen sei es gelungen, den Betrieb für zunächst fünf Jahre abzusichern, teilte Senatssprecher Michael-Andreas Butz am Freitag mit. Jetzt werde eine Betreibergesellschaft gegründet. Mit der Deutschen Mediathek, einer Institution von nationaler Bedeutung, lasse sich das Programmschaffen von Hörfunk und Fernsehen in der Bundesrepublik repräsentativ darstellen. Die Mediathek soll Anfang 2001 eröffnet werden.

Zur Zeit werde ein Konzept erarbeitet, in das auch neue Medien einbezogen werden. Um Anreize für die Öffentlichkeit zu schaffen, solle die Mediathek "Eventcharakter" erhalten und große Fernsehereignisse begleiten, erklärte Butz.

An der Mediathek beteiligen sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der ARD und das ZDF mit 1,5 Millionen Mark jährlich, private Fernsehsender sind mit insgesamt 0,75 Millionen Mark jährlich vertreten. Das Land Berlin übernimmt 20 Prozent der Gesamtkosten. Ferner beteiligen sich die französische Vivendi-Gruppe, die sich im Teilerwerbsvertrag über die Berliner Wasserbetriebe zur Zahlung von 9,6 Millionen Mark verpflichtet hat, und die Landesmedienanstalten mit jährlich 200 000 Mark.

Voraussichtlich im September dieses Jahres können andere Nutzer des Filmhauses (die Stiftung Deutsche Kinemathek mit dem Filmmuseum, die Freunde der Kinemathek mit zwei Programmkinos und die Deutsche Film- und Fernsehakademie) mit ihrer Arbeit am Potsdamer Platz beginnen. Damit entstehe am Schauplatz der Internationalen Filmfestspiele Berlin mit den Multiplex- und Imax-Kinos sowie dem Entertainment-Center von Sony "ein medienkulturelles Zentrum ersten Ranges".

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar