Zeitung Heute : Kooperation mit dem Tagespiegel - Lokalteil und Veranstaltungskalender für Ausgabe am Donnerstag geplant

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Der Verlag Der Tagesspiegel (Verlagsgruppe Holtzbrinck) beabsichtigt, mit der Wochenzeitung "Hamburger Rundschau" aus dem Verlag Himmelblau GmbH eine langfristige Kooperation einzugehen. Geplant ist, möglichst bereits ab April die "Hamburger Rundschau" der Donnerstag-Ausgabe des Tagesspiegel in der Hansestadt beizulegen. Noch bis vor vier Wochen bezog das Hamburger Wochenblatt seinen Mantelteil von der in Freiburg erscheinenden "Zeitung zum Sonntag". Künftig fällt dieser Part dem Tagesspiegel zu. Entsprechend soll das Layout der "Hamburger Rundschau" auch an den Auftritt dieser Zeitung angepasst werden und den Lesern auf 24 Seiten im nordischen Tabloid einen Lokalteil sowie einen Veranstaltungskalender bieten.

Derzeit verkauft die drei Mark teure "Hamburger Rundschau" jeden Donnerstag im Durchschnitt 1700 Exemplare am Kiosk. Weitere 1600 Exemplare gehen an Abonnenten. Wer als Kioskkäufer und Abonnent auf das Wochenblatt auch künftig nicht verzichten will, findet es als Verlagsbeilage des Tagesspiegel.

Noch fehlt die Unterschrift unter dem Vertrag zwischen dem Tagesspiegel und den beiden "Hamburger Rundschau"-Eigentümern Hans Barlach, Enkel des Bildhauers Barlach, und Josef Depenbrock, zugleich Chefredakteur der "Hamburger Morgenpost". Am Donnerstag findet ein weiteres Treffen der Beteiligten statt. Kommt die Kooperation jedoch zustande, wodurch der Tagesspiegel nicht nur sämtliche Vertriebskosten, sondern auch den Druck des Wochenblattes übernehmen würde, kann der finanziell angeschlagenen "Hamburger Rundschau" nicht nur das Fortbestehen, sondern auch eine weitere Entwicklung ermöglicht werden, so Tagesspiegel-Geschäftsführer Joachim Meinhold. Umgekehrt habe der Tagesspiegel dadurch die Möglichkeit, "den Anspruch einer Regionalzeitung mit überregionaler Strahlkraft durch den Zugang zu den Abonnenten der "Hamburger Rundschau" zu unterstreichen.

Meinhold könnte sich vorstellen, auch an anderen Standorten in bestehende Vertriebsstrukturen einzusteigen. Ziel ist es, auf diese Weise den Prozentsatz der außerhalb Berlins verkauften Auflage zu erhöhen. Mit der Kooperation einher gehen umfangreiche Direkt-Marektingmaßnahmen des Tagesspiegel, um die Leser der Zeitung nicht nur am Donnerstag zu gewinnen, sondern auch in der restlichen Wochen zu halten.

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