Zeitung Heute : Kooperation mit Perspektive Deutsch-Russisches Wissenschaftsjahr ging zu Ende

Mit einer Abschlussveranstaltung an der Freien Universität ging am 22. Mai das Deutsch-Russische Wissenschaftsjahr 2012 zu Ende. Doch der Tag war mehr als der Schlusspunkt eines erfolgreichen Jahres für die grenzüberschreitende Bildung und Forschung, es war der Auftakt für eine noch engere Forschungskooperation zwischen den Ländern: In den kommenden Jahren sollen bestehende Projekte ausgebaut und weitere Forschungsvorhaben gemeinsam geplant werden.

„Wir möchten heute deutlich machen, welche Chancen in unserer Zusammenarbeit liegen und weiterhin für stabile Beziehungen zwischen den Forschungseinrichtungen eintreten“, sagte Professorin Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, bei ihrer Ansprache im Henry-Ford-Bau. Professor Andrej Fursenko, bis April 2012 Minister für Bildung und Wissenschaft Russlands, hob die Perspektiven der Kooperationen von Bildungsinstitutionen, Unternehmen und Wissenschaftsministerien beider Staaten hervor: „Durch die im letzten Jahr gefestigten Strukturen können wir uns gemeinsam weiterentwickeln und uns partnerschaftlich den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft stellen.“

In seiner Begrüßung wies der Präsident der Freien Universität, Professor Peter-André Alt, auf die Bedeutung der strategischen Zusammenarbeit für Bildungs- und Forschungseinrichtungen hin: „Die Freie Universität setzt sich insbesondere für die internationale Nachwuchsförderung ein, zum Beispiel in Form von gemeinsamen Studienprogrammen und Graduiertenkollegs.“ Worte, denen Alt gemeinsam mit seinem Kollegen, Vizerektor Professor Sergey Tunik von der Universität St. Petersburg, gleich Taten folgen ließ: Beide unterzeichneten ein Abkommen über eine strategische Zusammenarbeit, das jährlich zwölf Wissenschaftlern ein Stipendium für Lehr- und Forschungsaufenthalte ermöglicht und Studierenden aus Berlin und St. Petersburg ein Austauschsemester an der Partneruniversität erleichtern soll. Zudem sollen gemeinsam Lehrangebote geschaffen und Verwaltungsprozesse enger vernetzt werden. Diese Kooperation ist eine von vielen, die in den vergangenen zwölf Monaten durch die bilaterale Initiative „Partner im Wissens- und Technologiedialog“ ermöglicht wurden. Allein an der Freien Universität sind an sieben Fachbereichen mehr als 400 deutsche und russische Studierende, Nachwuchswissenschaftler, etablierte Forscher und Alumni miteinander in Kontakt gekommen.

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