Zeitung Heute : Koreas historische Schätze entdecken

-

„Land der Morgenstille“ nennt sich Südkorea gerne, aber mal ehrlich, was wissen wir von der Stille? Wir kennen Korea als aufstrebende Industrienation mit Hightechprodukten, Autos und Unterhaltungselektronik und als exzellenten und quirligen MitGastgeber der Fußballweltmeisterschaft 2002. Im nächsten Jahr feiert das Land „Korea in Deutschland“, mit vielen Veranstaltungen, die helfen sollen, das Land bei uns bekannter zu machen. Wer nicht auf die Asien-Pazifik-Wochen in Berlin und die Internationale Buchmesse Frankfurt mit Schwerpunkt Korea warten will, der plane eine Reise in ein Land, von dem wir vielleicht weniger wissen, als wir glauben.

Dabei hat Korea einiges zu bieten, angefangen von der Millionenstadt Seoul, die sich gerne als eine moderne Metropole präsentiert. Aber der Kulturreisende aus Europa sucht vielleicht weniger das Moderne, sondern er sucht neue Erfahrungen, Erweiterung des Horizonts jenseits des Üblichen. Und er wird in Seoul fündig werden, wenn er die riesige Anlage des Kyongbokkung Palastes betreten hat, jenen mächtigen Palast der Choson-Könige, die ihre Blütezeit im 14. Jahrhundert hatten.

Wer Japan liebt, wird auch in Korea fündig werden, denn viel Kreativität und Knowhow ist über Korea nach Japan gekommen. Die Paläste von Seoul und die Schätze von Kyongju, den Königsgräbern, den Grotten und dem Tempelbezirk von Bulguksa lassen erkennen, dass Tradition und Bewahrung des kulturellen Erbes in Korea groß geschrieben werden. Kyongju ist reich an historischen Altertümern, die der Entdeckung harren.

Vielleicht ist es aber auch einmal interessant, in einem buddhistischen Tempel zu übernachten und in die Rolle eines Mönchs zu schlüpfen. Die Mönche des Tempels von Beomeosa, einem der schönsten des Landes, im Wald bei Pusan, sind darauf eingestellt. R.B.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar