Zeitung Heute : KRIEGSDRAMA

4 Tage im Mai

Als die Russen am 4. Mai 1945 an der Ostseeküste ein Waisenheim einnehmen, bleibt ein Trupp von acht Rotarmisten zurück. Ein paar Meter weiter am Strand sammelt sich eine deutlich größere Einheit abgeschlagener deutscher Soldaten. Dem sowjetischen Hauptmann ist klar, dass er im Gefecht keine Chance hätte. Der deutsche Oberstleutnant will seine Soldaten nicht für einen verlorenen Krieg verheizen. Nur einer will kämpfen: Der dreizehnjährige Peter, der seine Eltern an den Krieg verloren hat. Mit „4 Tage im Mai“ beweist sich Achim von Börries erneut als sanfter, aber eindringlicher Kinoerzähler, der seine Geschichte über Stimmungsbilder entfaltet. Die Schrecken des Krieges spiegeln sich hier in den erschöpften Gesichtern und Seelen der Figuren, die vorsichtig tastend, gegen das eigene Misstrauen ankämpfend aufeinander zugehen. Intensiv. Martin Schwickert

D 2011, 98 Min., R: Achim von Borries D: Pavel Wenzel, Alexej Guskow

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