KRITIK AN EU-AUSSENBEAUFTRAGTER : Was Toulouse mit Gaza zu tun hat

Eine Äußerung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton hat in Israel Unmut ausgelöst. Ashton hatte während einer Ansprache vor jungen Palästinensern in Brüssel gesagt: „Wenn wir daran denken, was heute in Toulouse geschehen ist, wenn wir uns daran erinnern, was vor einem Jahr in Norwegen passiert ist, wenn wir wissen, was in Syrien passiert, wenn wir sehen, was in Gaza und in anderen Teilen der Welt geschieht, erinnern wir an junge Menschen und Kinder, die ihr Leben verloren haben.“ Ein solcher Vergleich sei „empörend und realitätsfern“, sagte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak. Er rief Ashton auf, ihre Äußerungen zu revidieren. Außenminister Avigdor Lieberman nannte Ashtons Worte „unangemessen“. „Die Kinder, an die Ashton denken sollte, sind die Kinder im Süden Israels, die in ständiger Furcht vor Raketenangriffen aus Gaza leben“, sagte er. Deidre Berger, Direktorin des AJC Berlin Ramer Institute for German-Jewish Relations, sprach von einem „beunruhigenden Mangel an Sensibilität für die beständige Bedrohung durch Antisemitismus in Europa“. Ein Sprecher Ashtons bemühte sich am Dienstag um Schadensbegrenzung: Es habe sich „nicht um einen Vergleich gehandelt“, sagte er. Tsp/dpa/dapd

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