Zeitung Heute : Kürbis-Konfitüre

Von Carmen Krüger

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Ich mache meine Marmelade ja immer selber. Für die Kürbis-Blutorangen-Konfitüre brauche ich 600 Gramm gekochten, pürierten Kürbis, 400 ml frisch gepressten Blutorangensaft, einen Esslöffel Orangenzesten, ein Kilo Gelierzucker und 20 ml Orangenlikör. Je nachdem, ob man lieber eine Konfitüre mit Fruchtstücken oder ein reines Mus haben will, kann man auch nur halb so viel Saft nehmen, und dazu 200 Gramm Orangenfilets. Ich persönlich habe es gern, wenn noch kleine Stücke in der Konfitüre sind, ich mag das Pampige nicht so, das erinnert mich immer an die Pappeimermarmelade zu DDR-Zeiten, als das alles so eine undefinierbare Pampe war. Man kann auch den Kürbis, ganz klein gewürfelt, in dem Saft gar kochen. So oder so, wird das Ganze mit dem Gelierzucker die üblichen vier Minuten gekocht. Der Orangenlikör kommt zum Schluss dazu. Ich geb’ immer Alkohol in meine Marmeladen – damit sie nicht so weichlich sind.

Das ist eine Konfitüre fürs Sonntagsfrühstück. Und wenn Sie schnell ein Chutney brauchen: vermischen Sie sie einfach mit ein paar Teelöffeln süß-scharfer Frühlingsrollensauce aus dem Asialaden. Das passt zu Bratwurst, Kotelett, allem schieren Fleisch ohne Sauce.

Carmen Krüger ist Chefin von Carmens Restaurant in Eichwalde bei Berlin

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