Zeitung Heute : Kulissenwechsel

Auch in diesem Jahr bietet der Filmpark Babelsberg wieder neue Anziehungspunkte

WaltraudHennig-Krebs

Von Waltraud

Hennig-Krebs

Inmitten der berühmten Filmstadt Babelsberg befindet sich ein einzigartiger Film- und Erlebnispark. Gegründet wurde er vor über zehn Jahren. Seitdem haben Hunderttausende von Besuchern sich dort vergnügt. In den Filmstudios sind seit 1912 über 2000 Spielfilme und mehr als 1000 Fernsehproduktionen unter den Signets von Ufa, Defa und dem Studio Babelsberg entstanden.

In Hallen und im Park bietet das Film-und-Fernseh-Wunderland in diesem Jahr unter dem Motto „Kulissenwechsel“ sechs unterschiedliche, inhaltlich zusammenhängende Erlebniswelten, die jedoch auf dem Gelände leicht identifiziert werden können. Da gibt es den Mythos Babelsberg, das Traumland, die Farm der Tiere, Camelot, die Straße der Giganten und Utopia. Die Gäste können Stars über die Schulter schauen, erfahren, wie eine Sendung entsteht und Action und Abenteuer hautnah erleben.

Eine der beliebtesten Attraktionen und nichts für schwache Nerven ist die neue Stuntshow im Vulkan. Unter dem Titel „Bartertown“ wurde sie nach Motiven des Kinohits Mad Max mit Spezialeffekten und Actionszenen arrangiert. Die Stuntcrew fasziniert unter anderem durch Feuerstunts, Kampfszenen und Sprüngen aus atemberaubender Höhe. Für den 15 Meter hohen künstlichen Vulkan wurden extra 120 Tonnen Lava aus der Eifel herbeigeschafft. Die Arena bietet Platz auf den Tribünen für 2500 Besucher. Auch das Showscan-Actionkino, jetzt in vier Dimensionen, mit seinen beweglichen Sitzbänken, die passend zur Filmhandlung gesteuert werden, kitzelt die Nerven. Wer noch einen besonderen „Kick“ benötigt, kann in einem U-Boot ein simuliertes Tiefseeabenteuer erleben.

Sehr viel ruhiger geht es bei einer Reise durch Janoschs Traumland zu. Hier wird die Bücherwelt des kleinen Tigers und des Bären lebendig. Hinter einer geheimnisvollen Bretterwelt entfaltet sich ein Park mit Museum, Spielscheune, Hängebrücken und Wasserspielen. Wer mag, macht eine Bootsfahrt.

Auch ein Wiedersehen mit dem Sandmann ist möglich. Ein gläsernes Studio erlaubt den Blick hinter die Kulissen der Produktion, und eine Ausstellung zeigt die schönsten Szenarien der berühmten Sendung. Für alle Fans der Serie „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ findet in der nachgebauten Bar der Serie jeden Sonntag eine 60-minütige Autogrammstunde mit einzelnen TV-Stars der Daily-Soap statt.

Beim Flanieren über das Gelände begegnet man auf der „Straße der Giganten“ überlebensgroßen Filmfiguren, wie beispielsweise King Kong. Der über fünf Meter hohe und vier Meter breite Affenriese ist umgeben von Wasserfällen, Hängebrücken und Dinosauriern. Der Bummel über die „Westernstraße“ führt die Besucher vorbei am Saloon, an der Kirche und natürlich dem Office des Sheriffs. In einer Goldwaschanlage lassen sich „echte“ Film-Nuggets erbeuten.

Burggemäuer und die Originalkulisse des in Babelsberg produzierten Kinofilms „Prinz Eisenherz“ dienen im gleichnamigen Restaurant als Ambiente für ein Schlemmermahl des Mittelalters.

Auch der Wunsch vieler Besucher, einen möglichst unmittelbaren Einblick in die vielfältigen Gewerke der Filmstudios nehmen zu können, ging in Erfüllung. Gleich neben dem Studio 1 wurde dafür die Halle der „Traumwerker“ errichtet. Dort präsentieren sich Kunstmaler und Maskenbildner, Bildhauer, Kostümbildner und der Filmarchitekt. Doch auch die Arbeitsplätze, an denen Drehbuch, Storyboard und Szenenbild entstehen, sind zu sehen. Neugierige können unter Anleitung mit Gips, Farbe und anderen Materialien arbeiten. Gegen Bezahlung fertigen die Profis Porträts an, „fälschen“ Ölgemälde oder lassen die „Venus von Milo“ neu erstehen.

Weitere Infos im Internet:

www.filmpark.de

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