Zeitung Heute : Kunstdiskussion

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Einen deutschen Satz hat Torea, 16 Jahre, aus New York vor ihrer Reise nach Deutschland besonders verinnerlicht: „Bis später.“ Sogar die Umlaut-Pünktchen hat sie nicht vergessen, als sie gestern diese Redewendung mitten zwischen die Türme des World-Trade-Centers in ihrem Teil des Wandbildes einbaute. „Die Brücke für Hoffnung und Frieden“ heißt das Werk. Sie will damit ausdrücken, „dass die Türme irgendwann wieder aufgebaut werden“. Zusammen mit 24 anderen New Yorker Schülern im Alter zwischen 16 und 18 Jahren gehört Torea zur ersten Gruppe der insgesamt 1000 amerikanischen Jugendlichen, die Bundeskanzler Schröder bei seinem Besuch nach den Terror-Attacken in New York, eingeladen hat. Die Jugendlichen, die alle High-Schools besuchen, die in unmittelbarer Nähe von Ground Zero liegen, sind am vorigen Freitag in Stuttgart angekommen und haben Station in Berlin gemacht. Daimler-Chrysler hat sich bereit erklärt, die Reisen zu organisieren und zu koordinieren. Gestern lud das Unternehmen die Schüler ein, in die Berliner Mercedeszentrale am Charlottenburger Salzufer zu kommen.

Dort begannen sie, gemeinsam mit der Künstlerin Christine Haberstock, die kargen Stellwände in ein buntes Kunstwerk zu verwandeln. Die nächsten Schülergruppen, die zu Ostern und im Sommer kommen, werden das Wandbild weitermalen. Später wird es in New York ausgestellt.

„ Christiane“, rufen die Schüler immer mal wieder, um sich von der Künstlerin beraten zu lassen, welche Farben sie kombinieren oder welche Wörter sie hinzufügen. Christine Haberstock hat zehn Jahre in Los Angeles gelebt und dort ebenso wie im südafrikanischen Kapstadt mit Jugendlichen an Kunstwerken gearbeitet. „Als ich von dem Projekt gehört habe, bin ich sofort mit den richtigen Leuten in Kontakt getreten, um mit den US-Schülern arbeiten zu dürfen. “ tabu

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