KUNSTFÖRDERUNG„15 Jahre Villa Aurora – Transatlantische Impulse“ : In den Hügeln von Los Angeles

Aus einer Nacht werden Wochen. Denn das Stipendienprogramm der Villa Aurora in Los Angeles wird 15 Jahre alt. Normalerweise präsentiert sich die Künstlerresidenz der deutschen Öffentlichkeit an einem einzigen Abend im Jahr. Zum Jubiläum gibt es nun eine ganze Ausstellung: „Transatlantische Impulse“ ist ein buntes Schaufenster des deutsch-amerikanischen Kulturaustauschs und seiner Künstler, die in den Hügeln von Los Angeles für drei Monate leben und arbeiten. Dazu gibt es Lesungen, Konzerte und Filmvorführungen.

Die bis zu 16 Stipendiaten, die jedes Jahr das ehemalige Wohnhaus von Lion und Martha Feuchtwanger bevölkern, stammen aus den unterschiedlichsten Sparten: Künstler, Schriftsteller, Filmemacher und Komponisten. Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Beauftragten für Kultur und Medien. In der Überblicksschau setzen sich die Künstler mit Los Angeles und Kalifornien auseinander, mit Geschichte, Mythen und Utopien. Nirgendwo sonst ist der American Dream so präsent wie dort. Der Glamour Hollywoods zog in den zwanziger bis vierziger Jahren die deutsche und österreichische Avantgarde an den Pazifik. Heute gilt L. A., zumindest aus europäischer Sicht, als städtebaulich misslungen. Und hat mit dem Problem des Wassermangels zu kämpfen. Einen weiten Bogen von sozialen bis ökonomischen Themen spannen Künstler, die in Deutschland die Kulturlandschaft prägen: das Film-Kunst- Duo M+M, die Fotografin Eva Castringius (Foto), Olaf Nicolai, Hannes Stöhr, der Regisseur von „Berlin Calling“, oder Susanne Heinrich, Teilnehmerin am Ingeborg-Bachmann-Preis. Anna Pataczek

Akademie der Künste Hanseatenweg,

von Sa 4.12. bis Mo 2.1., Di-So 11-20 Uhr, 5 €, erm. 3 €

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