Zeitung Heute : Kurz! Die zweite Chance

Brian McKeever konnte die Tränen der Enttäuschung nicht zurückhalten. Cheftrainer Inge Braten hatte ihn am letzten Tag der Olympischen Spiele doch nicht über 50 Kilometer starten lassen. Der sehbehinderte McKeever hätte ohne seinen sehenden Vorläufer, seinen Bruder Robin, starten müssen. Und da hatten die Konkurrenten in seinem Team die besseren Chancen. Dabei hätte der Trainer dem so gut wie blinden McKeever gern einen Start ermöglicht. Dem 30-Jährigen sind nur zehn Prozent seiner Sehkraft geblieben, seit bei ihm im Alter von 19 Jahren die Stargardt-Krankheit diagnostiziert wur- de. McKeever hatte es als einer der wenigen Athleten geschafft, sowohl für die Olympischen Spiele als auch für die Paralympics nominiert zu werden. Bei den vergangenen Winter-Paralympics 2006 in Turin hatte er gleich vier Goldmedaillen abgeräumt. Jetzt startet der Kanadier bei den Paralympics: beim 5-, 10- und 20-Kilometer-Langlauf und im Biathlon über 7,5 und 12,5 km. Da zählt er zu den Medaillenkandidaten. hmo/dpa

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