Zeitung Heute : KURZ NOTIERT

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Fast die Hälfte der Deutschen wünscht sich, ihr gesamtes Arbeitsleben in einem Unternehmen zu verbringen. Auf die Frage „Der Job fürs Leben – gibt es das noch?“, antworteten 42 Prozent der deutschen Teilnehmer einer europaweiten Umfrage: „Nein, es wäre aber schön, wenn es so wäre.“ Nach Angaben der KarriereNetzwerke monster.de und jobpilot.de, auf deren Web-Seiten die Umfrage veranstaltet wurde, liegen die deutschen Arbeitnehmer damit über dem europäischen Durchschnitt von 35 Prozent. Gleichzeitig geben sich aber 36 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer realistisch und sagen: „Bei den Anforderungen des Arbeitsmarktes ist ein lebenslanger Job nicht mehr möglich."

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Ba nkerschmiede im Uni-Status. Die Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) in Frankfurt am Main hat jetzt den Status einer Wissenschaftlichen Hochschule. Die Uni sieht sich als „das Kompetenzzentrum in Forschung und Lehre für Banking & Finance und Management“ und offeriert „auf die Bedürfnisse der Finanzwirtschaft ausgerichtete“ Studiengänge und branchenübergreifende MBA-Programme. 50 Professoren, Lehrbeauftragte und Sprachdozenten betreuen derzeit gut 700 Studierende. Für die international ausgerichteten Studiengänge kooperiert sie weltweit mit 30 Universitäten und Business Schools. Mehr Infos unter www.hfb.de sowie 069/154 008 708.

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Erfolgsfaktoren für Bewerber. Sprachkenntnisse, dicht gefolgt von Praktika im Ausland und auch im Inland stehen an erster Stelle einer Reihe von Erfolgsfaktoren, die bei Hochschulabsolventen im Bewerbungsprozess eine Rolle spielen. Das ergab eine Umfrage unter 18 Unternehmen, die sich an den Recruiting-Days der der ESCP-EAP Europäische Wirtschaftshochschule Berlin beteiligten. Unter ihnen Beratungsunternehmen wie Booz Allen Hamilton oder The Boston Consulting Group, Finanzdienstleister wie Deutsche Bank oder Hersteller wie Robert Bosch. Unter den Abschlüssen rangiert das Diplom mit Abstand an der Spitze - vor Master- und Fachhochschulabschluss, Bachelor und Magister. Diese Momentaufnahme zeigt laut ESCP-EAP, „dass Spitzenunternehmen unvermindert Wert auf ein Diplom oder ein entsprechendes Vollstudium legen“. Die Veränderungen im Zuge des Bologna-Prozesses (die Umstellung der deutschen Hochschulen auf Bachelor- und Master-Abschlüsse) würden noch mit einiger Vorsicht betrachtet. Den Top-Kandidaten aus einer Flut von bis zu mehreren tausend Bewerbern herauszufiltern, stelle eine große Herausforderung dar. „Wir suchen Menschen mit einer gewissen Logik in ihrem internationalen Lebenslauf. Sie können auch gern schon etwas älter sein. Aber die Leidenschaft für unsere Branche und bereits im Voraus eine Beschäftigung mit der Tätigkeit müssen zu spüren sein,“ wird eine Workshop-Teilnehmerin zitiert. Die vollständigen Umfrageergebnisse können angefordert werden bei Martin Oetting, ESCP-EAP Berlin, Heubnerweg 6, 14059 Berlin. Infos unter 030 / 32 00 71 45 sowie www.escp-eap.de. rch

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