Zeitung Heute : Kurzmeldungen

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Rudolf Hetzel, 28.

Wer in der Berliner Republik Politik betreiben will, kommt ohne Selbstdarstellung nicht weit. Weil das Wissen darum und die Erfahrung damit in Deutschland noch nicht besonders weit vorangeschritten sind, gründete Rudolf Hetzel vor drei Jahren die Politikagentur, die politische Veranstaltungen organisiert. Seit Juli 2002 kümmert sich Hetzel um seinen neuen Politikverlag, gibt das Magazin „Politik & Kommunikation“ und das Branchenverzeichnis „Politiko“ heraus. Ende des Jahres wird er bei einem Politikongress die besten politischen Kampagnen küren.

Daniel Kempf, 24, Mirko Wegner, 24,

Sabrina Follert, 23, Nico Meißner, 23

und Robert Page, 23.

Zwischen 40000 Menschen Bands zuzusehen, die einen nicht interessieren, ist nicht jedermanns Sache. Festivals können auch anders aussehen, dachten Daniel Kempf und Mirko Wegner, befragten Festivalgänger und Bands, wie es besser zu machen sei, trommelten ihre Freunde zusammen und „machten dann mal“. Heraus kam das Indierockfestival Immergut in Neustrelitz, dem Heimatort der fünf Veranstalter. Mittlerweile studieren, arbeiten und wohnen sie alle in Berlin, veranstalteten das Immergut letztes Wochenende zum vierten Mal und haben mit 4500 Zuschauern die maximale Größe erreicht. Mehr sollen es nicht werden. Reich werden sie mit dem Immergut nicht, aber Lob vom Publikum und den Bands zählt dafür um so mehr.

Christoph Gottschalk, 26.

Er gilt der Vorreiter der „Generation Europa“. Mit 17 engagierte Christoph Gottschalk sich im EUJugendparlament, mit 24 war er bereits der Sitzungspräsident der Jungen Europäischen Parlamentarier, und ein Jahre später moderierte er eine Debatte zwischen Chirac, Schröder und 500 Jugendlichen. Seit dem 1. Juni ist Gottschalk nun „Deutscher Berater für Kultur, Jugend und Erziehung“ für den französischen Premierminister; er ist der jüngste in diesem Kreise. Sein Beispiel zeigt: Es lohnt sich, nach den europäischen Sterne zu greifen.

Alexander Samwer, 28. Oliver Samwer, 30 und Marc Samwer, 33.

Wenn aus einem Handy Eminem oder die No Angels zu hören sind, dann sind daran sehr wahrscheinlich drei Brüder aus Kreuzberg schuld. Die Gebrüder Samwer leiten gemeinsam „Jamba“, eine Firma die das Handy mit Software, Musik und Spielen versorgt. Auf ihrer Internetseite können Klingeltöne, Logos und Info-Kanäle abgerufen werden, der Markt boomt: Die Wachstumsrate liegt bei 35 Prozent. Und die Kasse klingelt.

Jana Hensel, 26.

Ihr Buch „Zonenkinder“ steht seit Ende September ununterbrochen auf der „Spiegel“-Bestsellerliste, im Osten der Republik belegte es monatelang den ersten Platz – noch vor Dieter Bohlen. Und jetzt? Kommt erst einmal der Sommer in Berlin, und der hat ja schon ziemlich heiß begonnen – die Sommersprossen der Autorin werden täglich mehr. Dann folgt die Magisterarbeit in Germanistik. Manchmal muss man Dinge eben doch zu Ende bringen.

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