Zeitung Heute : Kurzmeldungen

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OZON

In der Stratosphäre ist Ozon überlebenswichtig, weil es uns vor den gefährlichen ultravioletten Strahlen schützt. Wird das stechend riechende Reizgas aber eingeatmet, kann es das Atemsystem angreifen, die Lunge schädigen und das Immunsystem schwächen. Außerdem wird man schnell müde oder bekommt Kopfschmerzen. Das Besondere an Ozon ist, dass es nicht ausgestoßen wird, sondern sich erst in der Luft (vorrangig aus Autoabgasen) bildet. Paradoxerweise ist die Ozonbelastung in Berlin ausgerechnet auf den verkehrsreichen Straßen und der Stadtautobahn am geringsten, weil seine Wirkung abhängig vom Wetter und der Temperatur erst einsetzt, wenn es sich schon längst vom Ursprungsort entfernt hat. Die höchste Konzentration tritt meist in den Vierteln in der Nähe der stark befahrenen Straßen und am Stadtrand in Autobahnnähe auf. Im vergangenen Sommer wurde der EUGrenzwert an der Berliner Stadtgrenze bis zu 40-mal übertroffen. Bis 2010 muss die Stadt das Problem in den Griff bekommen, denn dann sind maximal 20 Überschreitungen pro Jahr erlaubt. Um das zu schaffen, müsste der Schadstoffausstoß um 60 bis 70 Prozent verringert werden.

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