Zeitung Heute : Kurzmeldungen

-

RUSS

Der Frühling kommt, die Sonne lockt. Die Berliner zieht es ins Freie. Aber wie gut ist die Luft, die wir da atmen? Immerhin: „Im europäischen Vergleich nehmen wir einen Platz im Mittelfeld ein“, sagt Martin Lutz von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. „Die Luft hat sich in den letzten Jahren stark verbessert.“ Bestes Beispiel: Ruß. Lange Zeit wurden seine Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit nicht erkannt. Deutschlandweit verursacht Ruß im Zusammenspiel mit Benzol pro Jahr 8000 Lungenkrebsfälle. Hinzu kommen 530 000 Menschen, die an chronischer Bronchitis erkranken. In jüngster Vergangenheit aber ging die Rußkonzentration in Berlin stetig zurück. Das liegt vor allem daran, dass die vorwiegend im Ostteil vor Jahren stark verbreiteten Kohleheizungen immer weniger werden. Auch auf den Straßen haben Rußfilter die Luft verbessert. Lediglich an stark befahrenen Ausfallstraßen wie der Grünauer Straße in Köpenick oder dem Spandauer Damm in Charlottenburg, aber auch in der Leipziger Straße in Mitte ist die Konzentration noch immer hoch. „Die Werte sind gut, aber sie könnten noch besser sein“, sagt Lutz. „Wir brauchen dazu nur Rußfilter für Dieselautos.“

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!