Zeitung Heute : Kurzmeldungen

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SCHWEFELDIOXID

Schwefeldioxid war einst das Synonym für Luftverschmutzung. Waldschäden und Wintersmog, saurer Regen und Niesreiz – all das verursacht dieses stechend riechende Gas. Schwefeldioxid entsteht durch die Verbrennung von Schwefel, der insbesondere in Kohle und Öl enthalten ist. Berlin hatte bis weit in die Neunzigerjahre hinein nicht nur unter seinem eigenen Schwefeldioxidausstoß zu leiden, sondern auch unter dem von Kraftwerken und Kohleöfen in der Umgebung und den angrenzenden osteuropäischen Staaten. Seit dem Zusammenbruch des Sozialismus aber nimmt der Schwefeldioxidanteil in der Berliner Luft stetig ab. Viele alte Industrieanlagen wurden bereits saniert oder stillgelegt, zudem helfen Entschwefelungsanlagen in Kraftwerken, den Anteil zu reduzieren. Die Schwefeldioxidwerte in Berlin betragen heute nur noch etwa ein Zwanzigstel der Belastung von vor 15 Jahren und stellen kein ernsthaftes Problem mehr für Gesundheit und Umwelt dar. „Unsere Messgeräte haben bisweilen arge Probleme, Schwefeldioxid in der Berliner Luft überhaupt noch zu erkennen“, sagt Martin Lutz von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

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