Zeitung Heute : Lahmen Brennern Beine machen

Wenn die Geräte zu langsam laufen oder andere Macken auftreten, kann ein Update die Probleme lösen

Kurt Sagatz

Es klingt unglaublich, aber es stimmt: Viele neue 4-fach DVD-Brenner bringen es gerade einmal auf die zweifache Geschwindigkeit. Statt der versprochenen halben Stunde benötigen sie daher doppelt so lange für das Brennen eines 120-Minuten-Films. Dabei lässt sich diese Tempobremse in vielen Fällen mit einem Update der Gerätesteuerung verhältnismäßig einfach lösen.

Viele der in einem Computer eingebauten Geräte wie Grafikkarten, Modems und sogar die Hauptplatine verfügen über einen besonderen Speicher, in dem wichtige Funktionsinformationen als so genannte „Firmware“ abgelegt sind. Das gilt auch für CD- oder DVD-Brenner. Nach der Auslieferung der Geräte werden diese Dateien von den Herstellern weiter gepflegt und aktualisert. Die aktuellen Firmware-Dateien von Brennern enthalten beispielsweise Informationen über neue Speichermedien, die vom Brenner sonst nicht richtig erkannt und darum langsamer als nötig gebrannt werden. Nach dem Aufspielen der neuen Firmware werden auch diese CDs und DVDs mit vollem Tempo beschrieben.

Das Updaten der Firmware ist relativ einfach. Nach dem Herunterladen von der Webseite des Herstellers wird das Programm gestartet, der Rest läuft vollautomatisch. Allerdings birgt der Eingriff auch erhebliche Risiken, die bis zur Zerstörung des Gerätes reichen können. So muss sichergestellt werden, dass die Datei tatsächlich genau zu dem eigenen Gerät passt. Eine falsche Version kann ein Gerät unbrauchbar machen. Mitunter werden Geräte in verschiedenen Typen ausgeliefert. Bei der Auswahl der Datei muss daher immer die komplette Gerätebezeichnung mit allen Zusätzen berücksichtigt werden.

Das Update darf zudem auf keinen Fall unterbrochen werden, sonst misslingt das Überschreiben des Speichers. Das Gerät wäre danach nicht mehr nutzbar. Der Speicher müsste im Werk mit hohen Kosten neu beschrieben werden. Die Hersteller weisen darum ausdrücklich darauf hin, dass ein Update auf eigenes Risiko erfolgt. Wer sich diesen Eingriff selbst nicht zutraut, sollte sich von einem erfahrenen Computernutzer helfen lassen.

Oftmals bleibt einem trotz des – in der Praxis eher geringen Risikos – aber gar nichts übrig, als eine neue Firmware aufzuspielen. Die aktualisierten Dateien beheben dann auch Probleme, die im Zusammenspiel der Komponenten mit neuer Software entstehen.

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