LANDSLEUTE : Wie sie hier ankommen

DIE MUTIGE

Seyran Ates

wurde 1963 in Istanbul geboren. Seit 1969 lebt sie in Berlin, wo sie Jura studierte und Anwältin wurde. Der Deutsche Staatsbürgerinnen-Verband ehrte die Berliner Frauenrechtlerin als „Frau des Jahres 2005“ für ihr mutiges Eintreten gegen Kopftuch, Zwangsheirat und Ehrenmorde. 1984 überlebte sie knapp die Schüsse eines extremistischen türkischen Attentäters. Seyran Ates veröffentlichte 2007 das vieldiskutierte Pamphlet „Der Multikulti-Irrtum“. Sie sagt: „Viele Musliminnen leben in Deutschland wie im Gefängnis.“

DER VERMITTLER

Kenan Kolat, geboren 1959 in Istanbul, ist Bundesvorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Der Diplom-Ingenieur ist langjähriges, aktives Mitglied der SPD. Kolat nimmt seit 2006 an der von der Bundesregierung organisierten Deutschen Islamkonferenz teil. Er ist verheiratet mit der Berliner Abgeordneten Dilek Kolat. Mitte Januar startete die Türkische Gemeinde unter Kenan Kolats Leitung gemeinsam mit Claudia Roth von den Grünen eine Kampagne für gewaltfreie Erziehung in Familien mit Migrationshintergrund. Informiert werden soll vor allem in türkischen Medien in Deutschland.

DER KOMÖDIANT

Kaya Yanar, geboren 1973 in Frankfurt am Main, gehört wie die Kabarettisten und Comedians Django Asül und Murat Topal zu den medialen Shooting-Stars der deutsch-türkischen Community. Der wandlungsfähige „türkische Stefan Raab“ machte sich als Moderator der Comedy-Show „Was guckst Du?“ auf einem Privatsender im Fernsehen satirisch über ethnische Stereotypen her. Kaya Yanar besuchte ein humanistisches Gymnasium, er studierte Amerikanistik und Philosophie. tsp

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