Zeitung Heute : Lavendel statt Birken

Gartenplanung für Pollenallergiker.

Guter Duft, wenig Pollen. Lavendel können auch Allergiker pflanzen. Foto: GPP/Downderry
Guter Duft, wenig Pollen. Lavendel können auch Allergiker pflanzen. Foto: GPP/Downderry

Für viele Allergiker hat mit dem Frühlingsanfang Leidenszeit begonnen. Um ihre Beschwerden zumindest etwas zu lindern, ist es für Pollenallergiker ratsam, in ihrem Garten auf einige Pflanzen zu verzichten. So sollten sie Pflanzen meiden, die sich als Windbestäuber vermehren. Denn diese produzieren besonders viele und leichte Pollen, die vom Wind mitgerissen und so zu anderen Pflanzen getragen werden. Dazu zählen nach Angaben des Verbraucherinformationsdienstes aid in Bonn zum Beispiel Birken, Erlen, Buchen und Nadelgewächse.

Besser seien Insektenbestäuber: Sie verfügen über deutlich weniger Pollen und halten diese meist unter Verschluss, bis Hummeln oder Bienen auf ihren Blüten landen. Dazu gehören etwa Löwenmäulchen, Goldnessel, Lavendel, Nelken oder Rhododendron. Auch Hecken bieten sich an, um den eigenen Garten ein bisschen gegen Pollenflug von außen abzuschirmen. Geeignet sind dem aid zufolge die weiblichen Varianten von Eibe und Gemeinem Wacholder, weil sie keine Pollen produzieren.

Eine wichtige Rolle bei der Gartengestaltung spielen auch Rasenflächen, wie der aid in seinem neuen Heft„Gärten für Allergiker“ erläutert. Wer Gräserpollen vermeiden möchte, verzichtet entweder ganz auf Rasen und legt beispielsweise Kiesflächen neben den Beeten an. Oder der Gartenbesitzer achtet darauf, dass der Rasen nicht zur Blüte kommt, indem er ihn regelmäßig mäht. In der Hauptwachstumsphase kann das zweimal pro Woche nötig sein.

Sinnvoll ist laut aid, den Rasen zu schneiden, wenn er noch leicht feucht ist, damit keine großen Mengen abgelagerter Pollen oder Pilz- und Schimmelsporen aufgewirbelt werden. Eine eng abschließende Radfahrerbrille und eine einfache Atemmaske bieten weiteren Schutz. Sträucher und Bäume schneiden Allergiker am besten nur im Winter, denn dann ist die Pollenbelastung der Luft am geringsten. dpa

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