Zeitung Heute : Leasingunternehmer muss gut aufpassen

gms

Bei der Rückgabe eines geleasten Fahrzeugs ist das Unternehmen zu einer Dokumentation verpflichtet. Diese sei insbesondere bei späteren Streitigkeiten mit Kunden notwendig, berichtet die "Monatsschrift für Deutsches Recht" (Ausgabe 17/2001) unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München (Aktenzeichen: 21 U 4701/00). Falls eine Rückgabe durch Abstellen der Wagen auf dem Betriebsgelände und den Einwurf der Schlüssel in einen Briefkasten möglich ist, muss das Unternehmen daher täglich eine Liste der darin vorgefundenen Schlüssel erstellen.

Das Gericht wies damit die Zahlungsklage eines Leasingunternehmens ab. Das Unternehmen hatte behauptet, der Kunde habe einen Wagen bis Januar 1998 genutzt. Der Kunde hatte dagegen vorgetragen, er habe bereits am 30. Oktober 1997 den Wagen auf dem Betriebsgelände abgestellt und den Schlüssel in den Hausbriefkasten geworfen. Das OLG befand, der Unternehmer habe diese Aussage nicht widerlegen können. Dies wäre ihm eher möglich gewesen, wenn er täglich eine Liste der so zurückgegebenen Wagen erstellt hätte.

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