LEIBESÜBUNGENKletterwald Wuhlheide : Bloß nicht runterschauen!

Sonja Radde

Bevor es losgeht, werden im Kletterwald Wuhlheide die Sicherheitsvorschriften erklärt: Erst den einen Karabiner einhaken, dann den anderen, nie beide auf einmal baumeln lassen. Auf dem „Spaß- Parcours“ finden das alle noch relativ überflüssig. Später wird es schwieriger: Auf dem „Fitness-Parcours“ rauscht man als Münchhausen in zwei Metern Höhe auf einer Kugel sitzend an einem Seil entlang. Spätestens auf dem „Abenteuer-Parcours“, schon vier bis sechs Meter hoch, freut man sich über die Mitarbeiter, die überall mitklettern und Tipps geben, obwohl man sich letztendlich alleine überwinden muss ... Unser Coach hieß Frank, war echt nett und zeigte, wie man an zwei parallelen, schwingenden Stahlseilen über mehrere schmale Bretter kommt. Der längste und schwierigste Parcours ist das „Risiko“, wo man alles in zehn Meter Höhe machen muss: An einem Kleiderbügel hängend gegen ein Netz springen, sich an eine Seilbahn hängen und mit Karacho runtersausen, auf einem Skateboard fahren, das ebenfalls an Stahlseilen befestigt ist – und: bloß nicht runterschauen!

Gefallen hat mir im Kletterwald, dass man immer gesichert war und sich doch frei bewegen konnte. Außerdem war man immer nur kurz auf dem Boden, und es gab verschiedene Schwierigkeitsstufen. Schlecht war, dass nebenan eine kleine Rennbahn mit ferngesteuerten Autos war, die die ganze Zeit gefahren sind, stinkend und extrem laut. Sonja Radde

An der Wuhlheide 197, Köpenick, Di, Fr-So 10-19 Uhr, Mo, Mi, Do Gruppen nach Vereinbarung, 15 €, erm. 12 €, 9 €. Infos: www.kletterwald-wuhlheide.de. Sonja Radde ist elf Jahre alt und wohnt in Rudow.

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