Zeitung Heute : Leiche ohne festen Wohnsitz

REIMZEIT Klüpfel & Kobr erzählen in „Best of Klufti“ die lustigsten Fälle des schwäbischen Kultkommissars

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Eine Krimilesung ist eine Krimilesung? Weit gefehlt. Wenn Volker Klüpfel und Michael Kobr „Best of Klufti“ präsentieren, entfaltet sich eine erfrischende Mixtur aus dialogischem Vortrag und Stand-up-Comedy. Was zum einen dem ohnehin komischen Grundton der Romane um dem Allgäuer Kultkommissar Kluftinger zu danken ist, andererseits dem darstellerischen Talent des bestens eingespielten Autorenteams. Kein Wunder, schließlich sind der 37-jährige Lehrer Kobr und der zwei Jahre ältere Journalist Klüpfel seit ihrer Schulzeit miteinander befreundet. Mit ansteckendem Spaß an der Freud werfen sie sich die verbalen Bälle zu, fallen sich frotzelnd ins Wort und entfernen sich gelegentlich meilenweit vom gedruckten Text. Der – wie nebenstehend zu sehen – auch mal ziemlich lautmalerisch sein kann: In ihrem neuesten, dem fünften Kluftinger-Krimi „Rauhnacht“ (Piper Verlag) gerät der mürrisch-neurotische Regionalheld in das Live-Kriminalspiel eines schicken Berghotels. Wo er die Rolle des albern französelnden Agatha-Christie-Detektivs Hercule Poirot zu übernehmen hat. Was tut man nicht alles für einen kostenlosen Urlaubsaufenthalt. Bevor das unvermeidliche echte Mordopfer gefunden wird, ergibt sich eine Kluftinger- typisch komödiantische Situation um die falsche Leiche.

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