LERNPROJEKTE DER TU BERLIN : Studenten packen an

Bertrams ist ein Viertel von Johannesburg, unweit vom Ellis-Park-Stadion, dem Austragungsort des Halbfinales der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Dort herrschen Armut, Gewalt, Drogen und die Mafia. Natürlich sind die Stadtväter an einer Aufwertung des Viertels interessiert, zum Beispiel durch teure Immobilien. In einer Feldstudie suchen Berliner Architekturstudenten nach Alternativen und Szenarien, wie sich die Weltmeisterschaft für die Quartiersbewohner nachhaltig nutzen lässt, ohne die ursprünglichen Einwohner zu verdrängen.

Seit Jahren bauen Studenten der Architektur und des Bauingenieurwesens mehrere Kulturzentren und Gemeinschaftshäuser in Mexiko auf. Dabei arbeiten sie mit Kommilitonen mexikanischer Hochschulen und mit Einheimischen zusammen. Bis zu zwei Monaten halten sie sich in Südamerika auf. Auch im letzten Sommer gab es ein Richtfest: für eine Bühne mit Küche und Außenanlagen für das Jugendorchester Rudolfo Morales.

In Lubmin bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern sollte ein Steinkohlekraftwerk den stillgelegten Atommeiler aus DDR-Zeiten ersetzen. Junge Landschaftsplaner warnten vor den Folgen für die Region. Die Luftqualität wäre betroffen und der Tourismus am Greifswalder Bodden, auf Rügen und Usedom. Die Studenten schlugen Alternativen vor und stießen in Lubmin auf offene Ohren. Die Vorschläge: Ansiedlung von Leichtindustrie, Büroparks und Schulungszentren sowie ein Atomkraftwerk als Museum. pp

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